ESTRICH

Laut DIN EN 13318 ist der Estrich eine auf dem Untergrund verlegte Schicht aus Mörtel, welche Druck gleichmäßig auf die darunterliegende Dämmung verteilen und für einen gleichmäßigen Untergrund des darüber zu verlegenden Bodenbelags sorgen soll. Das ist natürlich eine sehr nüchterne Beschreibung und wird den vielseitigen Einsatz- und Ausführmöglichkeiten des Estrichs nicht gerecht. Natürlich kann Estrich rein als Verbundschicht genutzt werden, kann aber beispielsweise als Sichtestrich auch für den „gewissen Look“ in Ihrer Fläche sorgen. Die Ausführungsart des Estrichs ist von Projekt zu Projekt unterschiedlich und richtet sich nach Beschaffenheit des Untergrunds, der späterern Nutzung oder auch Ihrer Vorliebe. Grundsätzlich unterscheiden sich die einsetzbaren Estriche immer nach ihren Bindemitteln, wobei die bekanntesten „Vertreter“ die Folgenden sind: Zementestrich ist vielseitig einsetzbar und enthält Sand bis zu einer Körnung von 8mm. Bei Dauerbealstungen ist der Zementestrich sehr widerstandsfähig und zudem wasserfest. Er kann allerdings nur bei Temperaturen über 5 Grad verlegt werden und die Trockenzeit kann mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Gussasphaltestrich enthält Bitumen und wird nach einer Erhitzung auf über 200 Grad verstrichen. Hieraus resultiert ein elastischer und befahrbarer Untergrund, welcher vor allem in Lagerhallen Nutzen findet. Zudem wirkt er isolierend sowie trittschallhemmend und ist schwer entflammbar, weswegen er auch ideal für Altbauten ist. Die Vorteile führen in Konsequenz zu einem höheren Preis. Durch den Bitumen, welcher zu chemischen Reaktionen mit anderen Lösungsmitteln führen kann, muss zudem eine zusätzliche Sperrschicht verlegt werden. Kunstharzestrich trocknet schnell, ist wasserbeständig und sehr belastbar. Er eignet sich nicht nur für Feuchträume, sondern auch als Sichtbelag. Wie beim Gussasphaltestrich muss allerdings eine Sperrschicht verlegt werden. Durch die ganzen Vorteile steigt auch hier in Konsequenz der Preis nochmal im Vergleich zum klassichen Zementestrich. Anhydritestrich trocknet sehr schnell und neigt kaum zu Rissbildungen. Zudem ist er schwer entflammbar und kann mit Fußbodenheizungen kombiniert werden. Er eignet sich somit für größere Räume. Allerdings reagiert Anhydritestrich empfindlich auf Feuchtigkeit. Obwohl dies nur die gängisten Estricharten sind und es darüber hinaus noch viele weitere Möglichkeiten und Spezialformen wie faserverstärkten Estrich gibt, sind die Unterschiede bereits groß. Sie merken, dass auf Grund der Vor- und Nachteile ein Estrich nicht pauschal verlegt werden kann und zudem mehr als ein gleichmäßiger Untergrund ist, wie es in der DIN beschrieben wird. Damit wir für Ihr Projekt den in Hinsicht Funktion und Ästhetik idealen Untergrund finden, stehen Ihnen unsere geschulten und erfahrenen Mitarbeiter zur Seite!
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